Der Verrat an Sigurd
Warum griff Guthorm Sigurd an?
Im „Kurzen Sigurdlied“ fordert Brynhild von Gunnar, Sigurd töten zu lassen. Sonst werde sie zu ihrer Familie zurückkehren. Gunnar berät sich mit Högni. Dieser antwortet, dass sie ihren gemeinsamen Schwur nicht mit dem Schwert brechen sollten.
Da schlägt Gunnar vor, seinen jüngeren Bruder Guthorm zur Tat anzustiften. Denn Guthorm hatte den Schwur nicht mit abgelegt. Bald darauf durchbohrt dessen Schwert Sigurds Herz. Sigurd schleudert Gram nach ihm. Das Schwert teilt Guthorms Körper entzwei.
Gudrun schläft neben Sigurd. Als sie erwacht, liegt sie im Blut ihres Mannes. Der Prosatext am Ende des „Bruchstücks eines Sigurdliedes“ berichtet auch von einer Überlieferung, nach der Sigurd im Freien getötet wurde. Eine weitere erzählt, dass er im Wald starb.
Ob im Bett oder im Freien, hängt von der Überlieferung ab. Doch in allen Geschichten wurde Sigurds Vertrauen in seine Gefährten missbraucht. Sie griffen ihn an, als er dalag und nicht darauf vorbereitet war, sich zu verteidigen.
Quellen dieser Geschichte (2)Der Verrat an Sigurd
hann var fyr útan
eiða svarna,
Er hatte den gemeinsamen Schwur nicht mit abgelegt.
„Das kurze Sigurdlied“ Strophe 20
„Das kurze Sigurdlied“Sigurðarkviða in skamma
„Bruchstück eines Sigurdliedes“Brot af Sigurðarkviðu
