Originalquelle zu „Bruchstück eines Sigurdliedes“

Brot af Sigurðarkviðu

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Deutsche KI-Übersetzung aus dem Altnordischen mithilfe der englischen Übersetzung.

1

Das Feuer begann zu toben,
die Erde zu beben,
und die hohe Lohe
zum Himmel aufzuragen;
wenige von des Fürsten
Recken trauten sich,
durchs Feuer zu reiten
oder darüberzuschreiten.

2

Sigurd trieb Grani
mit dem Schwert an;
das Feuer erlosch
vor dem Edlen,
die ganze Lohe sank nieder
vor dem Ruhmbegierigen;
es glänzte das Reitzeug,
das Regin besessen hatte.
-- -- --
Brynhild sprach:

3

„Sigurd erschlug den Drachen,
und das wird fortan
niemand vergessen,
solange Menschen leben;
doch dein Bruder
wagte weder,
durchs Feuer zu reiten,
noch darüberzuschreiten.“
-- -- --

4

Hinaus ging Sigurd
nach dem Gespräch,
der treue Freund der Männer,
und sank bekümmert zusammen,
sodass dem
Kampfbegierigen
an den Seiten zerriss
das eisengeflochtene Hemd.
-- -- --
Högni sprach:

5

„[Was hat Sigurd
an] Schuld auf sich geladen,
dass du dem Tapferen
das Leben nehmen willst?“
Gunnar sprach:

6

„Mir hat Sigurd
Eide geschworen,
Eide geschworen,
alle gebrochen;
da betrog er mich,
als er hätte sein sollen
in allen Eiden
der einzig ganz Verlässliche.“
Högni sprach:

7

„Dich hat Brynhild,
Unheil zu stiften,
zum Hass gehetzt,
Leid zu schaffen;
sie gönnt Gudrun
die gute Ehe nicht
und dir auch nicht mehr,
dich ihrer zu erfreuen.“

8

Einige brieten Wolfsfleisch,
einige zerschnitten eine Schlange,
einige teilten Guthorm
vom Fleisch des Wolfs zu,
bevor sie konnten,
nach Unheil begierig,
an den klugen Helden
Hand anlegen.

9

Getötet wurde Sigurd
südlich des Rheins;
ein Rabe rief vom Baum
mit lauter Stimme:
„An euch wird Atli
seine Klingen röten;
euch Mordgesellen werden
die Eide verderben.“

10

Draußen stand Gudrun,
Gjukis Tochter,
und dies waren
ihre allerersten Worte:
„Wo ist nun Sigurd,
der Herr der Männer,
da meine Verwandten
vor ihm herreiten?“

11

Högni allein
gab darauf Antwort:
„Wir haben Sigurd
mit dem Schwert zerhauen;
noch immer senkt der graue Hengst
den Kopf über den toten Fürsten.“

12

Da sprach Brynhild,
Budlis Tochter:
„Wohl sollt ihr euch erfreuen
an Waffen und Ländern;
Sigurd allein würde
über alles herrschen,
hätte er nur ein wenig länger
das Leben behalten.

13

Es wäre nicht recht gewesen,
dass er so herrschte
über Gjukis Erbe
und die Scharen der Goten,
da dieser fünf Söhne
zur Herrschaft über das Volk,
kampfbegierige,
gezeugt hatte.“

14

Da lachte Brynhild
– der ganze Hof erdröhnte –
ein einziges Mal
aus vollem Herzen:
„Lange sollt ihr euch erfreuen
an Ländern und Gefolgsleuten,
da ihr den tapferen Fürsten
habt fallen lassen.“

15

Da sprach Gudrun,
Gjukis Tochter:
„Du redest wahrlich
ungeheuerliche Dinge;
Unholde sollen Gunnar holen,
Sigurds Mörder;
der hasserfüllte Sinn
soll seine Strafe finden.“

16

Der Abend war vorgerückt,
viel war getrunken worden,
da wurden über alles
freundliche Worte gewechselt;
alle schliefen ein,
als sie ins Bett kamen,
Gunnar allein blieb
länger wach als alle.

17

Keinen Fuß bewegte er,
sprach auch nicht viel;
der Heervernichter
bedachte vielmehr,
was sie im Unheil
beide gesagt hatten,
immerfort Rabe und Adler,
als sie heimritten.

18

Brynhild erwachte,
Budlis Tochter,
die Fürstin der Schildunge,
kurz vor Tagesanbruch:
„Ermuntert mich oder hindert mich
– das Leid ist geschehen –,
meinen Kummer zu sagen
oder so zu sterben.“

19

Alle schwiegen
auf diese Worte;
wenige verstanden
dieses Verhalten der Frau,
als sie weinend
zu erzählen begann,
was sie lachend
von den Männern verlangt hatte:

20

„Mir träumte, Gunnar,
Schreckliches im Schlaf:
Alles starb im Saal,
ich hatte ein kaltes Bett;
du aber rittest, Fürst,
aller Freude beraubt,
mit Fesseln gebunden,
in die Schar der Feinde;
so wird euer ganzes
Geschlecht der Niflungen
seiner Kraft beraubt sein;
ihr seid Eidbrecher.

21

Erinnerst du dich, Gunnar,
nicht mehr genau daran,
wie ihr euer Blut in die Fußspur
beide fließen ließet?
Nun hast du ihm das alles
mit Bösem vergolten,
ihm, der dich als Ersten
unter allen sehen wollte.

22

Da zeigte sich,
als er kühn
zu mir geritten war,
um mich zu werben,
wie der Heervernichter
zuvor die Eide
gehalten hatte
gegenüber dem jungen Fürsten.

23

Den Wundenstab legte,
mit Gold umwunden,
der hochgeehrte König
zwischen uns beide;
im Feuer waren die Schneiden
außen geschmiedet,
mit Gifttropfen aber
innen bestrichen.“
Von Sigurds Tod
Hier wird in diesem Lied von Sigurds Tod erzählt, und die Darstellung geht dahin, dass sie ihn draußen erschlagen hätten; manche aber erzählen, sie hätten ihn drinnen erschlagen, während er in seinem Bett schlief. Die Deutschen hingegen erzählen, sie hätten ihn draußen im Wald erschlagen, und im Alten Gudrunlied heißt es, Sigurd und Gjukis Söhne seien zum Thing geritten, als er getötet wurde. Darin aber stimmen alle überein, dass sie ihn unter Bruch ihrer Treue verrieten und ihn angriffen, als er dalag und unvorbereitet war.