6-7„Die Sprache der Dichtkunst“ Kapitel 60–61, 63–64

Wenn der Kampf zum Wetter wird

Wie lässt sich ein Kampf als Wetter beschreiben?

„Skáldskaparmál“ nennt den Kampf „Odins Wetter“. Weitere Umschreibungen sind „Wetter der Waffen“ und „Wetter der Schilde“. Auch als Dröhnen oder Getöse wird der Kampf beschrieben. So stehen Bezeichnungen mit einem Gott, mit Waffen und mit Geräuschen nebeneinander.

Ein Helm wird mit einem Hut oder einem Tuch verglichen, das den Kopf umhüllt, eine Rüstung mit einem Obergewand. Der Schild heißt „Sonne des Schiffes“ oder „Mond des Schiffes“. Kleidungsstücke und Himmelskörper werden hier also zu Bezeichnungen für die Ausrüstung eines Kriegers.

Das Schwert heißt „Odins Feuer“, die Pfeile „Hagel des Bogens“ oder „Hagel der Sehne“. Außerdem lässt sich der Schild als „Erde der Waffen“ beschreiben. In diesem Bild werden die Waffen zu Hagel oder Regen, der auf diese Erde fällt.

Auch Schiffe können mit den Namen anderer Dinge bezeichnet werden. Beispiele sind „Pferd des Meeres“ und „Tier des Meeres“. Daneben gibt es Vergleiche mit einem Wagen. „Skáldskaparmál“ führt auch Verse an, die ein Schiff als Pferd der Wellen beschreiben.

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