König Half, der lachend starb
Warum fürchtete der König den Traum vom Feuer nicht?
Der Krieger Innstein warnt König Half davor, Asmund zu vertrauen. Er ist überzeugt, dass Asmund etwas im Schilde führt. Innstein hat auch geträumt, dass das Heer des Königs in Flammen steht. In einem weiteren Traum brannte Feuer auf seinen Schultern. Nun fürchtet er, dass diese Träume Unheil ankündigen.
Doch der König antwortet, was wie Feuer ausgesehen habe, sei nur der Glanz der Helme und Rüstungen gewesen. Er vertraut darauf, dass Asmund seinen Eid niemals brechen würde, und will nichts mehr von den Träumen hören. Mit der Hälfte seiner Krieger zieht er zum Fest. Vom starken Trank fallen die Männer in tiefen Schlaf. Während sie schlafen, wird die Halle angezündet.
Als der König erwacht, weckt er seine Gefährten und befiehlt ihnen, zu den Waffen zu greifen. Die Krieger stürzen sich gegen die Wände. Sie durchbrechen die aufgeschichteten Baumstämme und entkommen dem Feuer. Doch die gewaltige Übermacht der Feinde drängt sie zurück. Der König und seine Krieger fallen einer nach dem anderen. Auch die Gefährten, die bei den Schiffen geblieben sind, greifen in den Kampf ein.
Der Kampf dauert bis in die Nacht, und auch Innstein fällt. Am Ende des Gedichts spricht er aus, was die Menschen künftig erzählen werden: König Half starb lachend. So kündigt Innstein an, wie die Menschen den Tod ihres Königs in Erinnerung behalten werden.
Quellen dieser Geschichte (1)König Half, der lachend starb
Das „Lied von Halfs Recken“ ist ein Gedicht aus der Halfssaga. Es steht nicht im Codex Regius; in der Ausgabe von Guðni Jónsson findet es sich im Anhang. Auf dieser Website steht es als Geschichte menschlicher Helden am Ende dieses Kapitels.
at Hálfr konungr
hlæjandi dó.
König Half starb lachend.
„Das Lied von Halfs Recken“ Strophe 24
„Das Lied von Halfs Recken“Hálfsrekkaljóð
