3-37„Das Hlödlied“ Strophe 1–32

Ein Erbe führt zum Krieg

Warum wird aus dem Streit ums Erbe ein Krieg?

Nach Heidreks Tod besucht Hlöd seinen Bruder Angantyr. Dieser ist König der Goten geworden, und Hlöd fordert seinen Anteil am väterlichen Erbe. Er will die Hälfte von allem: Vieh und Menschen, Land und Schätze. Angantyr weigert sich, das Schwert Tyrfing zu teilen oder ihm die Hälfte des Erbes zu geben.

Stattdessen bietet er ihm viele Schätze und die Herrschaft über einen von 3 Teilen des Reiches an. Doch der alte Gissur verspottet Hlöd: Das sei mehr als genug für den Sohn einer Sklavin. Zornig kehrt Hlöd ins Land der Hunnen zurück. Im nächsten Frühjahr wird ein großes Heer der Hunnen versammelt und zieht ins Land der Goten.

Heidreks Tochter Hervör entdeckt das feindliche Heer von der Burg aus, deren Schutz ihr anvertraut ist. Sie sammelt ihre Krieger und kämpft. Doch die Gegner sind weit in der Überzahl, und auch sie fällt. Schließlich zieht Angantyr mit seinem Heer in die Schlacht. Selbst nach 8 Tagen ist der Kampf noch nicht entschieden. Niemand weiß, wie viele Menschen gefallen sind.

Mit Tyrfing in der Hand stürmt Angantyr gegen die Feinde. Die Brüder kämpfen gegeneinander, und Hlöd fällt. Der siegreiche König findet seinen Bruder unter den Toten. Er klagt darüber, dass er ihn selbst getötet hat. Seine letzten Worte lauten: Grausam ist das Urteil der Nornen.

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