Gold auf dem Fluchtweg
Warum verstreut der fliehende König Gold?
Hrolf Kraki, der König von Dänemark, ist für seine Freigebigkeit und seinen Mut bekannt. Er schickt seine Krieger aus, um König Adils zu helfen. Doch Adils gibt ihnen weder ihren Lohn noch die Schätze. Deshalb zieht Hrolf mit seinen Kriegern nach Uppsala.
Dort lassen Adils’ Diener das Feuer immer höher lodern. Die Flammen sind so groß, dass die Kleider Feuer fangen könnten. Hrolf wirft seinen Schild ins Feuer. Während der Schild brennt, springt er über die Flammen. Seine Krieger folgen ihm. Danach gibt seine Mutter ihm ein mit Gold gefülltes Horn und einen Ring. Sie drängt die Männer, fortzugehen.
Als sie davonreiten, verfolgt Adils sie mit einem bewaffneten Heer. Hrolf greift nach dem Gold im Horn und verstreut es auf dem Weg. Die Krieger steigen von den Pferden und sammeln das Gold auf. Nur Adils setzt die Verfolgung fort und kommt immer näher.
Da wirft Hrolf den Ring fort und ruft, er sei ein Geschenk. Adils beugt sich hinab und hebt ihn mit der Speerspitze auf. Hrolf sieht ihm dabei zu. So trennen sich die beiden. Seit diesem Ereignis wird Gold auch „Krakis Saat“ genannt.
Quellen dieser Geschichte (1)Gold auf dem Fluchtweg
Flýra sá eld
er yfir hleypr.
Wer über das Feuer springt, ist nicht vor dem Feuer geflohen.
„Die Sprache der Dichtkunst“ Kapitel 54
„Die Sprache der Dichtkunst“Skáldskaparmál


Bildinfos
Lorenz Frølich „Froelich rolf-krake-kaster-gullet“ 1856 Gemeinfrei Bildquelle ansehen
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