3-17„Die Sprache der Dichtkunst“ Kapitel 48

In fremder Gestalt durch die Flammen

Warum nahm Sigurd eine andere Gestalt an?

Im „Skáldskaparmál“ lebt Sigurd lange bei König Gjuki. Er heiratet dessen Tochter Gudrun und schwört mit Gunnar und Högni Blutsbrüderschaft. Eines Tages ziehen sie gemeinsam zu Brynhild, um sie als Frau für Gunnar zu gewinnen.

Brynhilds Halle ist von lodernden Flammen umgeben. Sie hat geschworen, nur einen Mann zu heiraten, der mutig genug ist, durch das Feuer zu reiten. Doch Gunnars Pferd wagt sich nicht hinein. Da tauscht Sigurd mit Gunnar die Gestalt.

Auf seinem eigenen Pferd Grani reitet Sigurd durch die Flammen. Am Abend feiert er mit Brynhild Hochzeit. Im Bett legt er ein blankes Schwert zwischen sie beide. Als er zu seinen Gefährten zurückkehrt, tauscht er mit Gunnar erneut die Gestalt. Gemeinsam bringen sie Brynhild zu Gjuki.

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