Ein Verzeichnis poetischer Namen
Wofür gibt es in der Dichtung eigene Namen?
„Skáldskaparmál“ erklärt auch Ausdrücke, mit denen man Dinge bei ihrem Namen nennt, ohne sie mit etwas anderem zu vergleichen. Neben Umschreibungen, die mehrere Wörter verbinden, sammelt das Werk also auch Bezeichnungen, die für sich allein stehen können. Die Erklärung beginnt mit Namen für die Dichtung selbst.
Im Abschnitt über Tiere stehen Bezeichnungen für Wölfe, Bären und Hirsche. Bei den Zeitangaben finden sich Jahre, Jahreszeiten, Monate und Wochen, aber auch Morgen und Abend, Gestern und Morgen. Die Sammlung reicht also von langen Zeitabschnitten bis zu Wörtern aus dem täglichen Leben.
Auch Wörter für Körper und Geist werden aufgeführt. Für den Kopf gibt es mehrere Namen, ebenso für die Hand. Unter den Wörtern für das Innere des Menschen stehen etwa Liebe und Wille. Im Abschnitt über Sprache werden Bezeichnungen für Rede, Erzählung, Wortstreit und Gesang genannt.
Zahlreiche Namen gibt es auch für den Himmel. Allerdings weist „Skáldskaparmál“ darauf hin, dass nicht alle aufgeführten Bezeichnungen in Gedichten gefunden wurden. Das Werk geht also auch darauf ein, ob die gesammelten Namen tatsächlich in der Dichtung belegt sind.
Quellen dieser Geschichte (1)Ein Verzeichnis poetischer Namen
Svá, at nefna hvern hlut sem heitir.
Man nennt jedes Ding bei seinem Namen.
„Die Sprache der Dichtkunst“ Kapitel 67
„Die Sprache der Dichtkunst“Skáldskaparmál


Bildinfos
Urheber unbekannt „Edda“ 18. Jahrhundert Gemeinfrei Bildquelle ansehen
Dieses Bild wurde nach einer historischen Vorlage im SNES-Stil neu gestaltet. Über den Button könnt ihr auch die Vorlage ansehen.