Wie man Menschen umschreibt
Wie kann man Menschen mit Baumnamen bezeichnen?
„Skáldskaparmál“ erklärt, wie man Menschen nach ihren Tätigkeiten benennen kann. Ein Mann lässt sich etwa als jemand beschreiben, der kämpft, zur See fährt oder jagt. Auch sein Besitz und seine Familienzugehörigkeit können in eine solche Bezeichnung eingehen.
Männer lassen sich außerdem mit Baumnamen bezeichnen. Namen wie Esche oder Ahorn werden dafür mit Wörtern verbunden, die mit Kampf, Schiffen oder Reichtum zu tun haben. Als weiteres Beispiel wird die Bezeichnung „Versender des Goldes“ für einen Mann angeführt.
Frauen werden nach der Kleidung, dem Gold oder den Edelsteinen benannt, die sie tragen. Auch Getränke wie Bier oder Wein, die sie anderen reichen oder schenken, können dafür verwendet werden. Ebenso finden Trinkgefäße und Dinge, die zur Arbeit der jeweiligen Frau passen, Eingang in solche Umschreibungen.
Auch Frauen lassen sich mit Baumnamen bezeichnen. Dafür verwendet man allerdings Baumnamen, die grammatisch weiblich sind. Daneben gibt es Bezeichnungen, die auf Steine oder Edelsteine zurückgehen. Als Grund nennt „Skáldskaparmál“, dass Frauen früher Halsketten aus aneinandergereihten Steinen trugen.
Quellen dieser Geschichte (1)Wie man Menschen umschreibt
Mann skal kenna við verk sín, þat er hann veitir eða þiggr eða gerir.
Menschen benennt man danach, was sie geben, empfangen oder tun.
„Die Sprache der Dichtkunst“ Kapitel 39
„Die Sprache der Dichtkunst“Skáldskaparmál


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Christian Krohg „Olav den helliges saga - Skalden Berse - C. Krogh“ 1899 Gemeinfrei Bildquelle ansehen
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