Die Riesin, die keine Träne vergoss
Warum weigerte sich Thökk zu weinen?
Um Balder zurückzuholen, muss alles auf der Welt um ihn weinen. Sollte sich auch nur etwas weigern, will Hel ihn nicht freigeben. Die Götter schicken Boten in alle Welt. Sie sollen alle bitten, um Balder zu weinen, damit er aus dem Totenreich zurückkehren kann.
Menschen und Tiere weinen. Auch die Erde, Steine, Bäume und sämtliche Metalle vergießen Tränen. Auf dem Heimweg entdecken die Boten eine Riesin, die in einer Höhle sitzt. Sie nennt sich Thökk. Auch sie bitten die Boten, um Balder zu weinen.
Doch Thökk weigert sich, Tränen zu vergießen. Balder habe ihr nie etwas Gutes getan, weder zu Lebzeiten noch nach seinem Tod. Hel solle behalten, was sie habe, erklärt sie. Damit ist die Bedingung für Balders Rückkehr nicht erfüllt. Die Geschichte berichtet, dass diese Riesin vermutlich Loki war.
Quellen dieser Geschichte (2)Die Riesin, die keine Träne vergoss
Þökk mun gráta
þurrum tárum
Thökk wird weinen, doch ohne Tränen.
„Gylfis Täuschung“ Kapitel 49
„Gylfis Täuschung“Gylfaginning
„Edda-Fragmente“Eddubrot


Bildinfos
Urheber unbekannt „AM 738 4to, 41v, BW Þökk“ 1680 Gemeinfrei Bildquelle ansehen
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