3-35„Das Hervörlied“ Strophe 1–30

Das Schwert aus dem Grab

Was für ein Schwert gibt der tote Vater seiner Tochter?

Bei Sonnenuntergang begegnet die junge Hervör bei Munarvag auf der Insel einem Hirten. Er warnt sie: Die Gräber stehen offen, und Feuer brennt darin. Doch sie kehrt nicht um. Als der Hirte in den Wald flieht, zieht Hervör wie Rauch durch die Flammen und nähert sich dem Grab.

Hervör ruft ihren Vater Angantyr wach, der im Grab ruht. Sie verlangt Tyrfing, das von Zwergen geschmiedete Schwert. Ihr Vater warnt sie: Dieses Schwert wird dein ganzes Geschlecht vernichten.

Dann sagt der Vater voraus, dass seine Tochter eines Tages einen Sohn bekommen wird. Er werde Heidrek heißen und Tyrfing tragen. Schließlich erklärt der Vater, dass er ihr das Schwert nicht länger verweigern kann, und gibt es ihr. Hervör nimmt es entgegen und dankt ihm.

Der Vater mahnt sie, das Schwert verhüllt zu halten. Beide Schneiden sind giftig, sie darf sie nicht berühren. Hervör verabschiedet sich von den Toten in den Gräbern. Als sie von Flammen umgeben war, so erzählt sie, habe sie sich gefühlt, als stünde sie zwischen den Welten.

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