3-25„Das Atlilied“ Strophe 19–34

Harfenspiel in der Schlangengrube

Warum spielt Gunnar mit den Füßen Harfe?

Im „Atlilied“ wird Gunnar gefangen genommen und in Ketten gelegt. Seine Feinde fragen ihn, ob er sich mit dem Gold freikaufen will. Gunnar verlangt, dass man ihm zuerst Högnis Herz in die Hand legt. Högni lacht sogar noch, als ihm bei lebendigem Leib das Herz herausgeschnitten wird.

Nach Högnis Tod erklärt Gunnar, dass nun nur noch er das Versteck des Schatzes kennt. Das Gold soll im Rhein bleiben und niemals seinen Feinden in die Hände fallen. Gunnar wird in eine Schlangengrube geworfen. Voller Zorn spielt er dort mit den Händen Harfe.

Im „Grönländischen Atlilied“ spielt Gunnar die Harfe mit den Zehen. Als die Frauen die Musik hören, weinen sie, und auch die Männer klagen.

Im „Skáldskaparmál“ sind Gunnars Hände gefesselt. Heimlich reicht man ihm eine Harfe. Als er mit den Zehen darauf spielt, schlafen die Schlangen ein. Nur eine bleibt wach und beißt ihm in die Brust. Sie dringt mit dem Kopf in seinen Körper ein und beißt sich an seiner Leber fest, bis er stirbt.

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