Thor und Hrungnir
Wer hilft Thor, als er am Boden liegt?
Hrungnir verfolgt Odin zu Pferd und gelangt dabei bis nach Asgard. In der Halle der Götter trinkt er und beginnt zu drohen, er werde die Götter töten. Thor wird herbeigerufen. Hrungnir erklärt ihm, es bringe keine Ehre, einen Unbewaffneten zu erschlagen, und fordert ihn zum Zweikampf.
Zur Vorbereitung auf den Kampf erschaffen die Riesen den Lehmriesen Mökkurkalfi. Am Tag des Zweikampfs wirft Thor seinen Hammer. Hrungnir schleudert ihm einen Wetzstein entgegen. In der Luft prallen beide aufeinander, und der Wetzstein zerspringt. Ein Splitter bohrt sich in Thors Kopf. Thor stürzt zu Boden.
Der Hammer zertrümmert Hrungnirs Kopf. Der Riese fällt auf Thor, und sein Bein drückt auf dessen Hals. Thors Begleiter besiegt den Lehmriesen. Doch Hrungnirs Bein kann er nicht wegheben. Auch die herbeigeeilten Götter schaffen es nicht.
Da kommt Thors Sohn Magni. Er ist erst 3 Nächte alt, schleudert das Bein des Riesen aber mühelos fort. Thor steht auf und begrüßt seinen Sohn voller Freude. Er schenkt Magni das Pferd, das Hrungnir gehört hat.
Quellen dieser Geschichte (1)Thor und Hrungnir
Diese Geschichte erzählt Bragi Ägir in den Kapiteln 24–25 des „Skáldskaparmál“. Wann sie im Verhältnis zu anderen Ereignissen spielt, steht dort nicht. Auf dieser Website folgt sie passend zur Abfolge der Szenen auf die Geschichte, in der Thor als Braut seinen Hammer zurückholt.
Hann var þá þrínættr.
Damals waren seit seiner Geburt erst 3 Nächte vergangen.
„Die Sprache der Dichtkunst“ Kapitel 24
„Die Sprache der Dichtkunst“Skáldskaparmál


Bildinfos
Ludwig Pietsch „Thor und Hrungnir“ 1865 Gemeinfrei Bildquelle ansehen
Dieses Bild wurde nach einer historischen Vorlage im SNES-Stil neu gestaltet. Über den Button könnt ihr auch die Vorlage ansehen.