6-13„Das Sonnenlied“ Strophe 1–82

Ein toter Vater erzählt von der Sonne

Wie sah der tote Vater die Sonne?

Das „Sonnenlied“ beginnt mit der Geschichte von Grepp, der Menschen Besitz und Leben raubt. Als ein müder Reisender zu ihm kommt, gibt Grepp ihm von Herzen zu essen und zu trinken. Doch der Reisende tötet seinen schlafenden Gastgeber. Als dieser den Gott im Himmel um Hilfe anruft, nehmen Engel seine Seele auf.

Im späteren Teil erzählt ein Vater seinem Sohn von seinem eigenen Tod. Dabei kehren die Worte „Die Sonne sah ich“ immer wieder. Für den Vater war der Anblick der Sonne, als sähe er den erhabenen Gott. Zum letzten Mal verneigt er sich in dieser Welt vor der Sonne. Nach jenem traurigen Tag sah er sie nie wieder.

Im Jenseits sieht er auch Menschen, die anderen geholfen haben. Über den Köpfen derer, die Arme unterstützt haben, lesen Engel aus heiligen Büchern. Der Vater trägt seinem Sohn auf, dieses Gedicht den Lebenden vorzutragen. Zum Schluss bittet er Gott, den Toten Frieden und den Lebenden Erbarmen zu schenken.

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