Die Warnrufe der Hähne und des Hundes
Wo erklingen die Rufe der Hähne und Garms Bellen?
In der „Weissagung der Seherin“ sitzt eine alte Riesin im Eisenwald im Osten. Dort zieht sie die Kinder des Fenriswolfs auf. Unter ihnen wird eines sein, das in Gestalt eines Ungeheuers den Mond raubt. Es verschlingt das Leben der Menschen, die zum Sterben bestimmt sind.
Die Wohnstätten der Götter werden rot von Blut. Das Sonnenlicht im Sommer verdunkelt sich, und Unwetter ziehen auf. Auf einem Hügel sitzt Eggther. Er ist der Wächter der Riesin und spielt fröhlich auf seiner Harfe.
Im Baum über ihm kräht der rote Hahn Fjalar. Bei den Göttern ruft Gullinkambi. Dieser Hahn weckt die Krieger in Odins Halle. Auch unter der Erde, in Hels Halle, erhebt ein rußroter Hahn seine Stimme.
Vor der Höhle bellt Garm laut und wild. Die Seherin kündigt an, dass die Fessel reißen wird. Auch der Wolf werde losstürmen. Die Seherin blickt weit voraus und erkennt das Schicksal der Götter.
Quellen dieser Geschichte (1)Die Warnrufe der Hähne und des Hundes
Geyr nú Garmr mjök
fyr Gnipahelli,
Nun bellt Garm laut und wild vor der Gnipa-Höhle.
„Der Seherin Weissagung“ Strophe 44
„Der Seherin Weissagung“Völuspá
