Loki flieht als Lachs
Warum wurde Loki gefangen, obwohl er das Netz verbrannt hatte?
In „Gylfis Täuschung“ baut Loki ein Haus in den Bergen und versteckt sich dort. Damit er in jede Richtung Ausschau halten kann, gibt er ihm 4 Türen. Tagsüber verwandelt er sich oft in einen Lachs und verbirgt sich so in einem Wasserfall.
Loki überlegt, wie die Götter ihn fangen könnten. In seinem Haus knüpft er aus Leinenfäden ein Netz. Als die Götter näher kommen, wirft er es ins Feuer und springt selbst in den Fluss. Kvasir erkennt an den Ascheresten des verbrannten Netzes, dass es eine Vorrichtung zum Fischfang war. Die Götter knüpfen ein Netz nach diesem Vorbild.
Als die Götter das Netz durch den Fluss ziehen, entkommt Loki, indem er sich zwischen die Steine am Grund drückt. Daraufhin beschweren sie das Netz. Nun kann Loki nicht mehr darunter hindurchschlüpfen. Er springt darüber hinweg und kehrt zum Wasserfall zurück. Die Götter ziehen das Netz erneut durch den Fluss. Diesmal watet Thor in der Mitte des Flusses.
Wieder springt Loki über das Netz, und Thor greift nach ihm. Der Lachskörper gleitet ihm durch die Hand. Doch am Schwanz bekommt er ihn zu fassen. So wird Loki gefangen. Deshalb, erzählt die Geschichte, sind Lachse am Schwanz so schmal.
Quellen dieser Geschichte (1)Loki flieht als Lachs
ok er fyrir þá sök laxinn aftrmjór.
Und deshalb sind Lachse am Schwanz so schmal.
„Gylfis Täuschung“ Kapitel 50
„Gylfis Täuschung“Gylfaginning


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Ólafur Brynjúlfsson „NKS 1867 4to, 93r, Loki“ 1760 Gemeinfrei Bildquelle ansehen
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