Der Mutige, der Dichter und der Wächter
Welcher Gott hört sogar das Gras wachsen?
Tyr ist einer der tapfersten Götter. Auch der Sieg im Kampf hängt in hohem Maße von ihm ab. Als die Götter den Wolf fesseln wollten, legte er ihm eine Hand ins Maul, um sein Vertrauen zu gewinnen. Weil die Götter den Wolf nicht wieder freiließen, biss dieser ihm die Hand ab. So verlor Tyr eine seiner Hände.
Bragi zeichnet sich durch Weisheit und Redekunst aus. Besonders von der Dichtung versteht er mehr als jeder andere. Seine Frau Idun bewahrt in einer Truhe die Äpfel auf, die den Göttern ihre Jugend zurückgeben. Wenn die Götter alt werden, essen sie davon und werden wieder jung.
Heimdall wird der weiße Gott genannt. Er wurde von 9 Müttern geboren, die Schwestern sind. Am Rand des Himmels bewacht er Bifröst vor den Riesen. Er hört das Gras wachsen und sogar die Wolle auf den Schafen. Sein Horn heißt Gjallarhorn. Wenn er hineinbläst, ist sein Klang in allen Welten zu hören.
Quellen dieser Geschichte (3)Der Mutige, der Dichter und der Wächter
Níu em ek mæðra mögr,
níu em ek systra sonr.
Ich bin der Sohn von 9 Müttern, der Sohn von 9 Schwestern.
„Gylfis Täuschung“ Kapitel 27
„Gylfis Täuschung“Gylfaginning
„Das Lied von Grimnir“Grímnismál
„Edda-Fragmente“Eddubrot


Bildinfos
Carl Emil Doepler „Tyr, der Schwertgott“ 1882 Gemeinfrei Bildquelle ansehen
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