1-9„Das Rigslied“ Strophe 1–49

Rig zu Gast in den Häusern

Was entstand durch Rigs Reise?

Im Prosatext zum „Lied von Rig“ wandert der Gott Heimdall am Meer entlang. In den Häusern, die er besucht, nennt er sich Rig. Er kehrt in einem Haus nach dem anderen ein und bleibt jeweils 3 Nächte. Wenn seit seiner Abreise 9 Monate vergangen sind, kommt dort ein Junge zur Welt.

Im ersten Haus wird Thräl geboren. Als er herangewachsen ist, trägt er Lasten. Von ihm stammen die Sklaven ab. Im nächsten Haus wird Karl geboren. Er kümmert sich später um Rinder und pflügt die Felder. Seine Nachkommen sind die Bauern.

Im letzten Haus wird der Fürst Jarl geboren. Das Baby wird in Seide gewickelt. Als Jarl größer wird, lernt er, mit Bogen und Schwert umzugehen. Rig kehrt zurück, nennt Jarl seinen Sohn und lehrt ihn die Runen.

Auch Jarl bekommt Kinder. Sein jüngstes Kind heißt Kon. Kon erlernt die Kraft der Runen. Damit kann er Menschen helfen, Schwertklingen stumpf machen und das Meer beruhigen.

Bild zu Rig zu Gast in den Häusern