3-28„Das Gudrunlied 3“ Strophe 1–10

Die Unschuld im siedenden Wasser bewiesen

Wie beweist Gudrun mit siedendem Wasser ihre Unschuld?

Im „Gudrunlied 3“ erzählt die Dienerin Herkja etwas, das Gudrun in Verdacht bringt. Es geht um König Dietrich von Bern. Als Atli hört, die beiden hätten im selben Bett gelegen, wird er zornig.

Gudrun schwört bei einem weißen, heiligen Stein, dass sie nichts Unrechtes getan hat. Sie erklärt, sie und der König hätten einander von ihrem Kummer erzählt. Außerdem verlangt sie, König Saxi zu rufen. Er kann den siedenden Kessel weihen. Viele Menschen versammeln sich in der Halle.

Gudrun greift bis auf den Grund des Kessels und holt glänzende Steine heraus. Ihre Hand zeigt keine Verbrennungen. Sie erklärt den Menschen, das heilige siedende Wasser habe ihre Unschuld bewiesen. Als Atli ihre Hand sieht, freut er sich.

Nun muss Herkja dieselbe Probe am Kessel bestehen. Als sie die Hand ins siedende Wasser taucht, verbrüht sie sich schwer. Danach wird Herkja in einen schmutzigen Sumpf geworfen. Das Gedicht endet damit, dass Gudrun so für das erlittene Leid Genugtuung erhält.

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