2-25„Das Harbardlied“ Strophe 1–60

Wortgefecht mit dem Fährmann

Warum kommt der starke Thor nicht ans andere Ufer?

Auf dem Rückweg von einer Reise in den Osten kommt Thor an eine Meeresbucht. Am anderen Ufer steht ein Fährmann mit einem Boot. Thor bittet ihn, ihn hinüberzubringen, und bietet ihm dafür etwas zu essen an. Der Fährmann nennt sich Harbard. Bald beginnen die beiden, mit ihren Taten zu prahlen.

Thor erzählt, wie er den Riesen Hrungnir mit dem steinernen Kopf besiegt hat. Auch von den Riesinnen berichtet er, die er im Osten erschlagen hat. Wären all diese Riesen am Leben geblieben, hätten die Menschen nicht überleben können, sagt er. Harbard dagegen prahlt mit seinen heimlichen Treffen mit Frauen.

Auch vom Krieg ist die Rede. Harbard erzählt, er habe Könige gegeneinander aufgehetzt und sie daran gehindert, Frieden zu schließen. Bis zuletzt darf Thor nicht ins Boot. Schließlich bleibt ihm nur, nach dem Landweg zu fragen. Der Fährmann beschreibt ihm einen langen Weg.

Im „Harbardslied“ gibt sich der Fährmann nicht als Odin zu erkennen. Doch im „Grimnirlied“ zählt Odin seine vielen Namen auf. Harbard ist einer davon.

Bild zu Wortgefecht mit dem Fährmann