Originalquelle zu „Das Wielandlied“

Völundarkviða

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Deutsche KI-Übersetzung aus dem Altnordischen mithilfe der englischen Übersetzung.

1

Mädchen flogen von Süden
durch den dunklen Wald,
die junge Alvitr,
ihr Schicksal zu erfüllen;
am Ufer des Sees
ließen sie sich zur Ruhe nieder,
die Frauen aus dem Süden,
und spannen kostbaren Flachs.

2

Eine von ihnen
umschlang Egil,
die schöne Maid unter den Menschen,
mit hellen Armen;
die zweite war Svanhvit,
sie trug Schwanenfedern,
und die dritte,
ihre Schwester,
umfing den weißen
Hals Wielands.

3

Sie blieben darauf
sieben Winter beisammen,
doch den achten hindurch
verzehrten sie sich vor Sehnsucht,
und im neunten
schied sie die Not;
die Mädchen verlangte es
in den dunklen Wald,
die junge Alvitr,
ihr Schicksal zu erfüllen.

4

Da kam von der Jagd
der wetteräugige Schütze,
[Wieland, wandernd
auf langem Weg];
Slagfid und Egil
fanden die Halle leer,
gingen hinaus und hinein
und sahen sich um;
nach Osten zog Egil,
Ölrun zu suchen,
nach Süden aber Slagfid,
Svanhvit zu suchen.

5

Wieland aber allein
saß in den Wolfstälern;
er schmiedete rotes Gold
um einen festen Edelstein,
besetzte das ganze
Bastband dicht mit Ringen;
so wartete er
auf seine helle
Gemahlin, ob sie wohl
zu ihm zurückkäme.

6

Das erfuhr Nidud,
der Herr der Njarer,
dass Wieland allein
in den Wolfstälern saß;
bei Nacht ritten Männer,
genietet waren ihre Brünnen,
ihre Schilde blinkten
im abnehmenden Mond.

7

Sie stiegen aus den Sätteln
am Giebel der Halle,
gingen von dort hinein
die ganze Halle entlang;
sie sahen auf Bast
Ringe gezogen,
siebenhundert insgesamt,
die der Mann besaß.

8

Sie nahmen sie ab
und hängten sie wieder auf,
bis auf einen,
den sie fortnahmen.
Da kam von der Jagd
der wetteräugige Schütze,
Wieland, wandernd
auf langem Weg.

9

Er ging, das Fleisch
einer braunen Bärin zu braten;
bald brannte im Reisig
ganz trockenes Kiefernholz,
das vom Wind gedörrte Holz,
vor Wieland.

10

Er saß auf dem Bärenfell,
zählte die Ringe,
der Fürst der Alben,
und vermisste einen;
er dachte, ihn habe
Hlödvers Tochter genommen,
die junge Alvitr,
sie sei zurückgekommen.

11

Er saß so lange,
bis er einschlief,
und er erwachte
ohne Freude;
er spürte an seinen Händen
schwere Fesseln,
um seine Füße aber
eine Fußfessel gespannt.
Wieland sprach:

12

»Wer sind die Fürsten,
die die Stricke
aus bestem Bast anlegten
und mich banden?«

13

Nun rief Nidud,
der Herr der Njarer:
»Woher hast du, Wieland,
Fürst der Alben,
unser Gold
in den Wolfstälern?«
Wieland sprach:

14

»Gold lag hier keines
auf Granis Weg;
fern wähnte ich unser Land
den Bergen des Rheins;
ich erinnere mich, wir hatten
mehr Kostbarkeiten,
als wir unversehrt beisammen
zu Hause waren.

15

Hladgud und Hervör
waren Hlödvers Töchter,
die kundige Ölrun
war Kjars Tochter.«

16

[Draußen stand die kundige
Gemahlin Niduds];
sie trat hinein,
ging die ganze Halle entlang,
stand auf dem Boden,
senkte die Stimme:
»Nicht freundlich blickt nun der,
der aus dem Wald kommt.«
König Nidud gab seiner Tochter Bö ස්dvild den goldenen Ring, den er bei Wieland vom Bastband genommen hatte; er selbst aber trug das Schwert, das Wieland gehört hatte. Die Königin aber sprach:

17

»Seine Augen gleichen denen
der glänzenden Schlange;
er bleckt die Zähne,
wenn man ihm das Schwert zeigt
und er an Bö ස්dvild
den Ring erkennt;
schneidet ihm
die Kraft der Sehnen durch
und setzt ihn dann
auf Sävarstöd aus.«
So geschah es: Die Sehnen in seinen Kniekehlen wurden durchgeschnitten, und er wurde auf eine Insel vor der Küste gebracht, die Sävarstad hieß. Dort schmiedete er für den König Kostbarkeiten aller Art. Kein Mensch wagte es, zu ihm zu gehen, außer dem König allein.

18

»Nidud glänzt
das Schwert am Gürtel,
das ich schärfte,
so kunstvoll ich konnte,
und das ich härtete,
wie es mir am besten schien;
diese glänzende Klinge
wird mir stets ferngehalten;
ich sehe sie Wieland nicht
zur Schmiede bringen.

19

Nun trägt Bö ස්dvild
meiner Braut
– dafür erwarte ich keine Sühne –
die roten Ringe.«

20

Er saß ohne Schlaf, immerfort,
und schlug mit dem Hammer;
eher sann er auf eine List,
Nidud bald zu treffen.
Zwei junge Knaben eilten,
Kostbarkeiten zu sehen,
Niduds Söhne,
nach Sävarstöd.

21

Sie kamen zur Truhe,
verlangten die Schlüssel;
offen lag das Unheil,
als sie hineinsahen;
viel Schmuck war darin,
der den Knaben erschien
als rotes Gold
und Kostbarkeiten.
Wieland sprach:

22

»Kommt allein zu zweit,
kommt morgen wieder;
euch beiden lasse ich das Gold
zum Geschenk werden;
sagt es keinen Mädchen,
keinen Leuten der Halle,
keinem Menschen,
dass ihr mich besucht habt.«

23

Früh rief
einer den anderen,
ein Bruder dem Bruder:
»Gehen wir die Ringe sehen!«
Sie kamen zur Truhe,
verlangten die Schlüssel;
offen lag das Unheil,
als sie hineinblickten.

24

Er schnitt die Köpfe ab
den beiden Knaben
und legte unter den Ruß der Blasebälge
ihre Füße;
die Schalen aber,
die unter den Haaren lagen,
fasste er außen in Silber,
sandte sie Nidud.

25

Aus ihren Augen aber
machte er Edelsteine,
sandte sie der kundigen
Gemahlin Niduds;
aus den Zähnen aber
der beiden
schmiedete er Brustspangen,
sandte sie Bö ස්dvild.

26

Da begann Bö ස්dvild,
den Ring zu rühmen,
– – –
[brachte ihn Wieland],
als er zerbrochen war:
»Ich wage es niemandem zu sagen
als dir allein.«
Wieland sprach:

27

»Ich bessere so
den Bruch im Gold,
dass deinem Vater
der Ring schöner scheint
und deiner Mutter
weit besser
und dir selbst
ebenso.«

28

Er betörte sie mit Bier,
denn er verstand sich besser darauf,
sodass sie auf ihrem Sitz
einschlief.
»Nun habe ich gerächt
meine Leiden,
alle bis auf eines,
das grausamste.«

29

»Ich wünsche«, sprach Wieland,
»wieder auf die Füße zu kommen,
die mir Niduds
Männer nahmen.«
Lachend erhob sich Wieland
in die Luft,
weinend ging Bö ස්dvild
von der Insel,
beklagte des Geliebten Fortgang
und des Vaters Zorn.

30

Draußen steht die kundige
Gemahlin Niduds,
und sie trat hinein,
ging die ganze Halle entlang,
– er aber hatte sich an die Hallenwand
gesetzt, um auszuruhen –:
»Wachst du, Nidud,
Herr der Njarer?«
Nidud sprach:

31

»Immerfort wache ich
ohne Freude,
kaum schlafe ich,
seit meine Söhne tot sind;
mich friert am Kopf,
kalt sind mir deine Ratschläge;
nun wünsche ich mir,
mit Wieland zu sprechen.

32

Sag mir, Wieland,
Fürst der Alben,
was aus meinen einst gesunden
Knaben geworden ist.«
Wieland sprach:

33

»Zuvor sollst du mir
alle Eide schwören,
bei der Schiffsplanke
und beim Schildrand,
bei der Schulter des Rosses
und bei der Schwertschneide,
dass du nicht quälst
Wielands Gemahlin
und meiner Braut nicht
den Tod bringst,
auch wenn ich eine Frau habe,
die ihr kennt,
oder ein Kind habe
in eurer Halle.

34

Geh in die Schmiede,
die du errichtet hast;
dort findest du die Blasebälge
mit Blut bespritzt;
ich schnitt die Köpfe ab
deinen Knaben
und legte unter den Ruß der Blasebälge
ihre Füße.

35

Die Schalen aber,
die unter den Haaren lagen,
fasste ich außen in Silber,
sandte sie Nidud;
aus ihren Augen aber
machte ich Edelsteine,
sandte sie der kundigen
Gemahlin Niduds.

36

Aus den Zähnen aber
der beiden
schmiedete ich Brustspangen,
sandte sie Bö ස්dvild;
nun geht Bö ස්dvild
mit einem Kind schwanger,
eure einzige Tochter,
die ihr beide habt.«
Nidud sprach:

37

»Nie sprachst du ein Wort,
das mich mehr schmerzte,
noch wollte ich dich, Wieland,
schlimmer dafür strafen;
kein Mann ist so groß,
dass er dich vom Ross holt,
noch so stark,
dass er dich von unten herabschießt,
wo du schwebst
hoch bei den Wolken.«

38

Lachend erhob sich Wieland
in die Luft,
doch freudlos blieb Nidud
dort sitzen.
Nidud sprach:

39

»Steh auf, Thakkrad,
mein bester Knecht,
bitte Bö ස්dvild,
das Mädchen mit den hellen Brauen,
schön geschmückt zu kommen,
mit ihrem Vater zu sprechen.

40

Ist es wahr, Bö ස්dvild,
was man mir sagte:
Warst du mit Wieland
zusammen auf der Insel?«
Bö ස්dvild sprach:

41

»Wahr ist es, Nidud,
was man dir sagte:
Ich war mit Wieland
zusammen auf der Insel,
eine schreckliche Stunde lang,
die es niemals hätte geben sollen;
ich wusste ihm nichts
entgegenzusetzen,
ich vermochte ihm nichts
entgegenzusetzen.«