Originalquelle zu „Der Mord an den Niflungen“
Dráp Niflunga
Hier kannst du das Werk im altnordischen Original sowie in englischer und deutscher Übersetzung lesen, soweit verfügbar. Mit den Schaltflächen oben wechselst du die Ansicht; deine Auswahl wird für alle Quelltextseiten gespeichert.
Altnordischer Text in der normalisierten Schreibweise der Ausgabe von Guðni Jónsson.
Gunnarr ok Högni tóku þá gullit allt, Fáfnis arf. Ófriðr var þá í milli Gjúkunga ok Atla. Kenndi hann Gjúkungum völd um andlát Brynhildar. Þat var til sætta, at þeir skyldu gifta hánum Guðrúnu, ok gáfu henni óminnisveig at drekka, áðr hon játti at giftast Atla. Synir Atla váru þeir Erpr ok Eitill, en Svanhildr var Sigurðar dóttir ok Guðrúnar. Atli konungr bauð heim Gunnari ok Högna ok sendi Vinga eða Knéfröð. Guðrún vissi vélar ok sendi með rúnum orð, at þeir skyldu eigi koma, ok til jartegna sendi hon Högna hringinn Andvaranaut ok knýtti í vargshár. Gunnarr hafði beðit Oddrúnar, systur Atla, ok gat eigi. Þá fekk hann Glaumvarar, en Högni átti Kostberu. Þeira synir váru þeir Sólarr ok Snævarr ok Gjúki. En er Gjúkungar kómu til Atla, þá bað Guðrún sonu sína, at þeir bæði Gjúkungum lífs, en þeir vildu eigi. Hjarta var skorit ór Högna, en Gunnarr settr í ormgarð. Hann sló hörpu ok svæfði ormana, en naðra stakk hann til lifrar.
Gemeinfreie englische Übersetzung von Henry Adams Bellows (1923); die Strophenzählung kann vom Original abweichen.
Gunnar and Hogni then took all the gold that Fafnir had had. There was strife between the Gjukungs and Atli, for he held the Gjukungs guilty of Brynhild's death. It was agreed that they should give him Guthrun as wife, and they gave her a draught of forgetfulness to drink before she would consent to be wedded to Atli. The sons of Atli were Erp and Eitil, and Svanhild was the daughter of Sigurth and Guthrun. King Atli invited Gunnar and Hogni to come to him, and sent as messenger Vingi or Knefröth. Guthrun was aware of treachery, and sent with him a message in runes that they should not come, and as a token she sent to Hogni the ring Andvaranaut and tied a wolf's hair in it. Gunnar had sought Oddrun, Atli's sister, for his wife, but had her not; then he married Glaumvor, and Hogni's wife was Kostbera; their sons were Solar and Snævar and Gjuki. And when the Gjukungs came to Atli, then Guthrun besought her sons to plead for the lives of both the Gjukungs, but they would not do it. Hogni's heart was cut out, and Gunnar was cast into the serpent's den. He smote on the harp and put the serpents to sleep, but an adder stung him in the liver.
Deutsche KI-Übersetzung aus dem Altnordischen mithilfe der englischen Übersetzung.
Gunnar und Högni nahmen nun das ganze Gold, Fafnirs Erbe, an sich. Damals herrschte Feindschaft zwischen den Gjukungen und Atli. Er gab den Gjukungen die Schuld an Brynhilds Tod. Zur Versöhnung wurde vereinbart, dass sie ihm Gudrun zur Frau geben sollten, und sie gaben ihr einen Trank des Vergessens zu trinken, ehe sie einwilligte, Atli zu heiraten. Atlis Söhne waren Erp und Eitil, Swanhild aber war die Tochter Sigurds und Gudruns. König Atli lud Gunnar und Högni zu sich ein und sandte Vingi oder Knefröd. Gudrun wusste von der Hinterlist und sandte ihnen in Runen die Nachricht, sie sollten nicht kommen; als Warnzeichen schickte sie Högni den Ring Andvaranaut und knüpfte ein Wolfshaar hinein. Gunnar hatte um Oddrun, Atlis Schwester, geworben, sie aber nicht bekommen. Darauf heiratete er Glaumvör, Högni aber hatte Kostbera zur Frau. Ihre Söhne waren Solar, Snävar und Gjuki. Als die Gjukungen zu Atli kamen, bat Gudrun ihre Söhne, sie sollten um das Leben der Gjukungen bitten, doch sie wollten nicht. Högni wurde das Herz herausgeschnitten, Gunnar aber in einen Schlangenhof gesetzt. Er schlug die Harfe und schläferte die Schlangen ein, doch eine Natter stach ihn in die Leber.